Der Luftkurort Waren (Müritz) ist die Kreisstadt des Landkreises Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Sitz des Amtes Seenlandschaft Waren, dem 19 Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei.
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Waren liegt an der Müritz, dem größten Binnensee Deutschlands mit einer Fläche von 117 km², am Kölpinsee, am Tiefwarensee, an der Feisneck, am Melzer See und am Wopacksee. Mitten in der Stadt liegt der Herrensee.
Stadtgliederung
Zu Waren (Müritz) gehören die Ortsteile
* Alt Falkenhagen
* Jägerhof
* Neu Falkenhagen
* Rügeband
* Schwenzin
* Warenshof
* Eldenholz
* Eldenburg-Nord
Um Waren herum befinden sich Naturparks wie die Nossentiner-Schwinzer Heide oder der Müritz-Nationalpark. Auf dem Damerower Werder, der zur Gemeinde Jabel gehört, befindet sich auch ein Schaugehege für Wisente.
Vier Strandbäder und versteckte Buchten lassen jeden Sonnenhungrigen ein angenehmes Plätzchen finden. Die Radwanderer erwartet ein umfangreiches Netz an Wegen, die es zu erkunden gilt.
Im historischen Stadtkern von Waren Müritz befinden sich unzählige Restaurants, Cafés und Bars. Aber auch mehrere Einkaufsstraßen sind hier gelegen.
Im historischen Stadtkern befindet sich das naturhistorische Müritz-Museum mit einem der größten Süßwasseraquarien Deutschlands und einem wunderschönen Museumsgarten rund um den Herrensee. Es geht auf das 1866 auf Grund einer Stiftung des Freiherrn Hermann von Maltzan (1843–1891) gegründeten Naturhistorischen Museums (Maltzaneum) zurück.
Auf dem Gelände des Müritz-Museums wird derzeit das sogenannte Müritzeum gebaut. Der runde Bau soll nach Fertigstellung das Aquarium beherbergen.
Im Neuen Rathaus befindet sich das Stadthistorische Museum, gegenüber, im „Haus des Gastes“ finden regelmäßig Kunst-Ausstellungen statt.
Seit 2002 findet immer im Mai nicht nur für Binnensegler die Müritz-Sail statt. Vorbilder hierfür sind die Hanse-Sail in Rostock und die Kieler Woche.
Seit 2001 gehört zu den sportlichen Höhepunkten von Waren (Müritz) der Müritz-Lauf. Jedes Jahr im August treffen sich Helden der Laufszene, um am 76,7 km - Ultramarathon um Deutschlands größten Binnensee teilzunehmen.
Das Müritz-Schwimmen findet seit über 30 Jahren über eine Strecke von 1950m im nördlichen Teil der Müritz statt, an dem mehrere hundert Schwimmer jährlich teilnehmen.
Eine alkoholische Spezialität Warens sind die Liköre „Düp Düp“ und „Waldrausch“.
Das Warener Nachtleben ist für eine Stadt dieser Größe recht lebhaft. Im Stadthafen gibt es zahlreiche Kneipen und Bars, u. a. „Albers“, „Zapfhahn“, „Mr. Bob“, „New Yorxx“ die vor allem im Sommer häufig mit Live-Musik in den Außenbereichen die Gäste anlocken.
Waren wird (neben Gnoien, Bützow und einigen weiteren, nicht sicher zuzuordnenden Siedlungsplätzen) bereits um das Jahr 150 n. Chr. vom alexandrinischen Geografen Claudius Ptolemäus erwähnt (als „Virunum“) und ist deshalb einer der ersten urkundlich erwähnten Orte auf dem Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns. Der Name der Stadt geht dabei möglicherweise auf den germanischen Stamm der Warnen (Variner) zurück.
Die mittelalterliche Stadt wurde um 1260 an der Handelsstraße vom Land Stargard nach Wismar bei einer Burg und einem slawischen Dorf von Siedlern aus Westfalen gegründet. Die ursprüngliche Stadt lag im Bereich um die Georgenkirche, am Alten Markt (Altstadt). Die Georgenkirche wurde 1273 erstmals erwähnt. Am Alten Markt (heute: Alter Markt 14) befand sich das erste Rathaus. Wenig später entstand die Neustadt (Marienkirche), die um 1325 mit der Altstadt vereint wurde. Mittelpunkt war jetzt der Neue Markt, der Altstadt und Neustadt verbindet. Um die Stadt verlief eine Stadtmauer.
1306 bekam die Stadt das Fischereirecht auf der Müritz.
Von 1347 bis 1425 war Waren die Residenz einer Nebenlinie des Hauses Werle. Die Werlesche Burg soll südlich der Marienkirche gestanden haben (Burgstraße).
Große Stadtbrände 1568 und mehrfach in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und der Dreißigjährige Krieg verwüsteten die Stadt.
Das jetzige Rathaus am Neuen Markt wurde 1791 bis 1797 gebaut und 1857 ausgebaut.
1806 fanden in der Stadt und in ihrer Umgebung Kämpfe zwischen Blücher und den Franzosen statt.
Die Kanalisierungen der Elde (1798–1803 und 1831–1837) und der Bau des Bolter Kanals (1831–1837) bewirkten einen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. 1839 entstand eine Gewerbeschule. 1845 wurde die erste Badeanstalt an der Müritz eröffnet. 1869 wurde das Gymnasium, zunächst als Progymnasium, gegründet (heute Richard-Wossidlo-Gymnasium). 1848/49 wurde die Chausse Malchow–Waren–Neubrandenburg gebaut und mit dem Anschluss an die Eisenbahn ab 1879 entwickelte sich Waren zu einem Verkehrsknotenpunkt.
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