Müritz

Die Müritz (von slawisch morcze = „kleines Meer“) ist nach dem Bodensee der zweitgrößte See, an dem Deutschland Anteil hat, und zugleich der größte deutsche Binnensee. Sie liegt im Land Mecklenburg-Vorpommern und gehört zur Mecklenburgischen Seenplatte. Die Fläche des während der jüngsten Eiszeit, des Weichsel-Glazials gebildeten Gewässers beträgt 117 km², die Tiefe bis zu 31 m. Der See wird von der oberen Elde durchflossen. Neben Landschaftsschutzgebieten wurde 1990 als streng geschütztes Areal der Müritz-Nationalpark (318 km²) ausgewiesen, der eine einzigartige Flora und Fauna aufweist.

Die besondere Form der Müritz bewirkt, dass es im Grunde nur ein Ost- und ein Westufer gibt. Die Uferzonen im Westen sind durch Wiesen, kleine Wälder und auf sanften Hügeln geschwungenen Feldern geprägt. Auf der Ostseite gehört ein Teil vom Nationalpark zum Uferbereich. Hier finden sich zumeist Feuchtgebüsche, Bruchwald und Schilfzonen. Weitläufige Kiefernwälder schließen sich an.

Größte Stadt an der Müritz ist Waren (Müritz); weitere Orte sind (im Uhrzeigersinn) Rechlin, Vipperow, Ludorf, Röbel/Müritz, Gotthun, Sietow und Klink.

Nebengewässer und angrenzende Gewässer

Der See selbst heißt Müritz, nicht Müritz-See. Der Müritz-See ist das Ende des Müritzarms südlich der Müritz. Die Müritz hat folgende Nebengewässer bzw. Abschnitte: