Das führerscheinfreie Führen von Sportbooten

Deutschland besitzt ein rund 10.000 km langes Wasserwegenetz, zahlreiche Seen sowie circa 23.000 Quadratkilometer Seewasserstraßen.
In diesen Wassergebieten betreiben über 6 Millionen Menschen Wassersport: sie segeln, fahren Motorboot, Kanu, Wasserski oder surfen und tauchen.
Der Wassertourismus erfreut sich in vielen Regionen Deutschlands einer wachsenden Beliebtheit.

Charterbescheinigung: Das führerscheinfreie Führen von Sportbooten auf geeigneten Binnenschifffahrtsstraßen, das sogenannte Charterschein-Modell, hat sich bewährt. Das Bundesverkehrsministerium hat ab dieser Saison alle bisher erprobten Wasserwege in ausgewählten Seen und Flüssen dauerhaft für den Charterbootverkehr ohne Führerschein frei gegeben. Für Haus- und Sportboote reicht ab jetzt eine sogenannte Charterbescheinigung aus, die von dem Charterbootunternehmer nach einer ausführlichen Einweisung im Umgang mit dem Boot und dem in Frage kommenden Fahrtgebiet ausgestellt wird. Die Charterbescheinigung ersetzt nicht den Sportbootführerschein-Binnen. Sie gilt nur für das in ihr bezeichnete Binnengewässer und nur für die jeweilige Mietzeit.

Führerscheinreform: Das Bundesverkehrsministerium wird die theoretische und praktische Prüfung für die Sportbootführerscheine vereinfachen. Überflüssige und praxisferne Wissensfragen werden gestrichen, wichtige neue Aspekte, wie der Umweltschutz werden integriert. Die schriftlichen Prüfungsaufgaben werden auf ein modernes Multiple-Choice-Verfahren umgestellt. Bei der praktischen Führerscheinprüfung werden vor allem die Übungen zur Sicherheit an Bord verstärkt. Denn nur das sichere Beherrschen von Notsituationen kann Leben retten. Die ersten Führerscheinprüfungen nach den neuen Vorgaben sollen Ende 2010 abgenommen werden.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung2009

Hausboot ohne Führerschein Mueritz - Berlin - Brandenburg - Mecklenburg Vorpommern - Ostsee

ostsee aktuell

Der Unterschied zwischen Frau und Mann

In dem von arena Berlin und Theater Mogul präsentierten Solo-Stück „Defending the Caveman“ (Originaltitel) von Rob Becker treffen wir auf seinen Protagonisten Tom, der eines nachts in seinem „magischen Unterwäschekreis“ seinem imaginären Urahnen begegnet. Der sympathische Neandertaler hält einige erkenntnisschwere Ratschläge für Tom bereit, die ihn verändern und ihn von anderen Durchschnittsmännern unterscheiden werden: Er weiß nun um den Unterschied zwischen Mann und Frau. Ein Unterschied, der auf die menschliche Evolutionsgeschichte zurückzuführen ist, als Männer noch Jäger und Frauen noch Sammlerinnen waren. Und als sei diese folgenschwere Erkenntnis nicht genug, erhält er den Auftrag, sein Wissen zu verbreiten. Toms erhebliches Mitteilungsbedürfnis, seine Neugier und sein trockener Humor lassen uns schon bald an einer Welt teilhaben, in der dem oftmals reibungsvollen Miteinander von Mann und Frau ehrlich, aber voller Verständnis für das Wesen des anderen Geschlechts begegnet wird. Wir lernen das unbekannte Universum seiner Frau Heike und - wo er nun einmal damit angefangen hat - aller Sammlerinnen kennen: Diese geheimnisvolle Welt von Einkaufen, Haushalt und Sex. Aber Tom hat ebenso Lebensraum und Lebensweise der Jäger genau beobachtet: Welche Erfüllung „rumsitzen ohne zu reden“ bedeutet, warum fernsehen als Arbeit bewertet werden sollte und das eine Unterhaltung unter Jägern mit den Worten „Laß uns in den Keller gehen, Sachen bohren.“ gleichzeitig beginnt und endet. Zuvorderst sind die Betrachtungen des Caveman ein amüsanter Blödsinn. Aber über das Andere im Anderen und das sorgfältig Verschüttete in einem selbst zu lachen, ist die beste Voraussetzung für Verständnis, Neugier und Kurzweil - wenn die Trampelpfade von Jägern und Sammlern sich während der Inszenierung von Esther Schweins vom 18. bis 23. August jeweils um 20 Uhr im Theater Putbus kreuzen.


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